Garten als Prinzip

Das Konzept „Garten als Prinzip“ bezeichnet die Entwicklung des Gartens als begehbare und veränderliche Struktur. Diese Auseinandersetzung wird durch die in loser Reihenfolge erscheinende Gartenhefte ergänzt. Dieser Werkkomplex thematisiert den Garten als Ort der Wertschätzung, der individuellen Wahrnehmung und der gesellschaftlichen Entwicklung.


„Garten als Prinzip“ erfordert neben einer langfristigen Auseinandersetzung ein tiefes Verständnis für natürliche Prozesse. In einem Garten stellen sich Fragen nach dem Verhältnis von Kontrolle versus Wachstum und Anarchie. Welches, wann und wie viel natürliches Wachstum ist möglich und relevant? Welches Wachstum entspricht dem Streben nach dem „Guten Garten“? Wie viel Wachstum kann ich zulassen und aufrechterhalten? Der daraus resultierende Diskurs schließt die Lücke zu den bereits im Feld von „Kunst und Natur“ aufgeworfenen Fragen: Wie viel Natur ist die Gesellschaft bereit zu ertragen und wie viel muss sie ertragen und sich anstrengen, sich dabei nicht selbst zu zerstören, bevor es zu einer erneut tragenden Veränderung kommen kann.

Ausgehend von individuellen Fragestellungen, die sich aus der direkten Arbeit mit dem Garten entwickeln, ist der künstlerische Dialog zwangsläufig einer ständigen Bewegung unterworfen und agiert metaphorisch.